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Alt 10.04.2007, 23:56
PornoIgel PornoIgel ist offline
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Juhu, endlich mal ein Thema, zu dem ich mich nach Strich und Faden so richtig aufregen kann. Abgesehen mal von den Schachtern aus Aue.

zur Gesundheitsreform: ich finde es bemerkenswert, daß eine meiner Meinung nach *gesellschaftliche Aufgabe* wie das Gesundheitswesen immer nur aus der betriebswirtschaftlichen Sicht betrachtet wird. Diese Betrachtungsweise mag sicher ihre Berechtigung haben, im Vordergrund *muss* aber der gleichberechtigte Zugang zur - ja! - bestmöglichen medizinischen Versorgung für alle - muss ich jetzt mal so sagen - Mitglieder der Gesellschaft stehen. Ich finde es derart abartig, daß es mittlerweile offensichtlich wirklich so ist, daß Menschen mit unterschiedlichen Versicherungen qualitativ unterschiedlich medizinisch versorgt werden, das ich kotzen könnte. Beispiele nenne ich auf Anfrage sehr gern. Natürlich muss man - wenn man sich schon Gesellschaft nennt - für bestimmte Aufgaben auch mal bissel mehr ausgeben, sprich draufzahlen. Dazu werden Steuern gezahlt. Von den Krankenkassenbeiträgen rede ich gar nicht, meiner Meinung nach sind Krankenkassen sowieso nur dazu da, um die Arbeitslosenrate nicht in unermessliche Höhen schnellen zu lassen - denn prinzipiell reicht *eine* Krankenkasse oder auch -> eine Sozialversicherung. Leider wird sowas nicht in irgendwelche Betrachtungen einbezogen, im Gegenteil! Die gesundheitlichen und damit verbundenen finanziellen Risiken werden immer mehr unter Schlagworten wie "Freiheit" und "Individualität" auf den einzelnen ausgelagert (ist ja nicht nur in diesem Bereich der Gesellschaft so). Wo soll denn das hinführen? Was ist die Konsequenz des ganzen, wenn mans mal bis zum bitteren Ende weiterdenkt? Ich bin mittlerweile an dem Punkt, daß ich Kuba um deren Gesundheitssystem beneide.

zur Rente mit 67: mein Vorposter hat prinzipiell recht, aber was die Rente mit 70 betrifft, bin ich nicht sicher, ob die Leute unter 30 das noch erleben .. müssen. Wo ich aber entschieden widerspreche, ist, daß man nun volle Kanne irgendwelche privaten/betrieblichen Rentenmodelle zu Hilfe nehmen sollte. Ausser natürlich, man ist schon über 50. Aber für das, was - wenn man unter 30 ist - in 40 Jahren los ist, möchte ich nicht garantieren wollen.

bis denn
P.I.

p.s. wo bleibt der Bildungsthread?
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