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  #1  
Alt 02.08.2012, 20:47
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Eurorettung

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-11832561.html

Ich bin prinzipiell für eine Eurorettung, mit Ausgabenkürzung, Steuererhöhungen und Wirtschaftsprogrammen, aber eine praktisch unbegrenzte Haftungssumme für Deutschland wie in dem Artikel aufgeschlüsselt? Hab morgen mehr Zeit, dann schreibe ich mehr Text. Eure Meinungen
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  #2  
Alt 08.11.2012, 21:42
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Die momentane Situation könnte für Deutschland nicht besser sein. Die Angst vor dem Eurocrash hat so einiges an Festgeld in die Wirtschaft fliesen lassen. Die "Krise" darf aus unserer Sicht gerne noch länger dauern.
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  #3  
Alt 18.12.2012, 14:53
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Einen Einfluss hat Otti-Normal-Bürger sowieso nicht aufs Geschehen.
Zugucken und Staunen. Informieren, eigene Gedanken machen ...

Die Deutschen haben ein Geldvermögen von ca. 5 Billionen Euro. Davon ist das meiste schätzungsweise 4 Bios direkt oder indirekt in Staatsanleihen investiert über Bank- und Versicherungsanlagen. (Fonds, Aktien ... rausgerechnet) Deutschland hat 2 Bios Schulden. Es gibt sicher nicht nur inländische Gläubiger. Locker 2 Bios Spargelder, Rentenversicherungen etc., die Guthaben der Bundesbürger sind an ausländische Staaten verliehen worden. z.B. Griechenland.

Die Schulden der einen (Griechen) sind die Guthaben der anderen (deutscher Sparer). U.a. deswegen muss der Steuerzahler einspringen um die von Bank- und Versicherungsexperten empfohlenen "Investments" zu retten.

Wer glaubt denn dass irgendein Staat seine Schulden zurückzahlen wird? Der wahrscheinlichere Fall ist weginflationieren von Schulden und gleichzeitig Guthaben. Kompletter Schnitt heisst alle Vermögen sind auf einmal weg. Niedrige Zinsen helfen nicht nur den Staaten ihre Zinsbelastung möglichst gering zu halten auch der Realzins ist negativ.

Es kann sich jeder selber ausrechnen welchen Wert von heute das Geld angelegt in der Rentenversicherung/sonstige Bank und Versicherungsanlagen in 30-40 Jahren hat bei verschiedenen negativen Realzinsen. Bsp. nur 2% jährlich in 30 Jahren 46% Kaufkraftverlust. Mit 5% jährlich kriegt man seine Schulden/Vermögen immerhin um 40% runter in 10 Jahren.

Wer ist denn dieses Deutschland für den die momentane Situation nicht besser sein kann?
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Geändert von Ottili (18.12.2012 um 16:06 Uhr).
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Bball (30.12.2012)
  #4  
Alt 28.02.2013, 14:54
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Nettes Filmchen zu dem Thema.

http://videos.arte.tv/de/videos/staa...--7340782.html
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  #5  
Alt 28.02.2013, 15:09
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Schwieriges Thema, ich bin ja dafür die ganzen Banken zu verstaatlichen, die treiben mir zuviel schabbernack.

Allianz und Deutsche Bank handeln mit Lebensmitteln, ich will nicht wissen was da sonst noch so läuft.

Das Problem an der ganzen Sache ist doch das mittlerweile die Wirtschaft die Politik bestimmt und nicht umgekehrt. Im Endeffekt kann man wählen wer will wenn jemand der großen Firmen mit den Fingern schnippt, stehen die Politiker Gewehr bei Fuss.

https://www.youtube.com/watch?v=aVE4JD_Mq_A
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  #6  
Alt 27.03.2013, 21:38
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Hmpf, langsam platz mir der Kragen, wenn ich Nachrichten aus Zypern lese...
"Wir sind nur wegen dem Schuldenschnitt für Griechenland in der Scheiße"... Wer 2010 noch griechische Staatsanleihen gekauft hat, wusste um das Risiko. Und ohne den Schuldenschnitt wäre damals wohl alles weg gewesen und Zypern direkt im Arsch...

Deutsche sind Nazis, Merkel ist Hitler... Wenn ich an Hitler denke, denke ich immer an Milliardenzahlungen für Südeuropa...
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  #7  
Alt 27.03.2013, 22:32
TobiTorhagel TobiTorhagel ist offline
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Zitat:
Zitat von Bball Beitrag anzeigen
Hmpf, langsam platz mir der Kragen, wenn ich Nachrichten aus Zypern lese...
"Wir sind nur wegen dem Schuldenschnitt für Griechenland in der Scheiße"... Wer 2010 noch griechische Staatsanleihen gekauft hat, wusste um das Risiko. Und ohne den Schuldenschnitt wäre damals wohl alles weg gewesen und Zypern direkt im Arsch...

Deutsche sind Nazis, Merkel ist Hitler... Wenn ich an Hitler denke, denke ich immer an Milliardenzahlungen für Südeuropa...
Klar ist die Rhetorik überzogen, aber Fakt ist, dass Ländern wie Griechenland und zypern die Schlinge um den Hals gelegt wurde.Griechenland fehlt die Luft zum atmen und Zypern bald auch. Erst heute gab es in vielen Zeitungen Artikel, dass es in vielen Ländern Südeuropas am medizinisch Notwendigsten fehlt. Um es mal brutal zu formulieren:

Merkels Sparwahn kostet Leben.

Und das Geld, was Deutschland in den Eurorettungsschrim pumpt bekommt es momentan auf dem Kreditmarkt mehr oder weniger umsonst nachgeworfen, weil die Zinsen für die Länder mit Top-Bonität am absoluten Nullpunkt sind. Meine Hochachtung vor der vermeintlichen Solidarität mit den ärmeren Ländern Europas hält sich jedenfalls in Grenzen.kaum einem Land nützt die Krise so sehr wie Deutschland.
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Geändert von TobiTorhagel (27.03.2013 um 22:35 Uhr).
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  #8  
Alt 28.03.2013, 00:24
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Zitat von Ottili Beitrag anzeigen

Wer ist denn dieses Deutschland für den die momentane Situation nicht besser sein kann?
Ich z.B. als Klein-Unternehmer im Handwerksbereich. Auch der Mittelstand im Handwerk profitiert. Die Auftragsbücher platzen. Alle wollen für ihr Geld wenigstens das Haus nochmal renovieren bis sanieren. Auch andere Branchen profitieren von der neuen Geldausgebementalität der Deutschen. Sparen ist so out wie schon lange nicht mehr.
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Geändert von Prof.Dr.Sieg (28.03.2013 um 00:26 Uhr).
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  #9  
Alt 28.03.2013, 11:35
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Tobi, was Medikamente angeht bin ich gerade bei den teuersten (Krebsmedikamentation) generell für ein zurückschrauben der staatlichen Leistungen und ein ausbauen von Hospizen. Dazu war vor einem Jahr mal ein sehr ausführlicher ARtikel in der Zeit: Viele MEdikamente kommen unausreichend getestet mit geringem Nutzen und großen Nebenwirkungen daher. ABer gut, das ist ein anderes Thema.

Zu Griechenland, Zypern etc: Das Volk hat diese Regierungen gewählt und ist diese Schiene Gefahren. Griechenland kam mit gefälschten Büchern in den Euro, Regierung wurde gewählt. Korruption und Vetternwirtschaft ist dort noch stärker vertreten als bei uns. Zypern hat 2010 noch fleißig Staatsanleihen von Griechenland gekauft (bzw die zyprischen Banken) in der AUssicht auf fette Rendite, wenn die rausgeboxt werden. Deswegen nennt sich das Spekulation, man kann auch verlieren. In der aktuellen Situation hat der frisch gewählte neue Präsident von Zypern die grandiose Idee gehabt, Kleinsparer zu beteiligen, um mehr Hass auf Deutschland zu schicken und seinen Freunden eine GElegenheit zu geben, ihr Geld in Sicherheit zu bringen.
Deutschland hat mit der Agenda 2010 einen schmerzhaften Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit gemacht und vor 8 Jahren bereits die Zeche gezahlt, während andere noch fleißig weiter gefeiert haben. Diese 8 Jahre sind es jetzt, die die Krisenländer spüren. Ebenfalls wird "uns" kein Geld Geschenkt, sondern nur Zinsfrei verliehen. Jede Investition in die Krisenländer ist ein nicht unerhebliches Risiko, für das Geld, was wir weiter verleihen...

Ich bin generell ein Gegner vom aufgeblähten Bankensystem (anderer Leute Geld gassi führen und dabei keinerlei "eigene" Wertschöpfung betreiben), aber bei der Eurosituation und der aktuellen Kapitalismuskrise gilt: Don't hate the player, hate the game!
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  #10  
Alt 29.03.2013, 09:30
TobiTorhagel TobiTorhagel ist offline
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Zitat:
Zitat von Bball Beitrag anzeigen
Griechenland kam mit gefälschten Büchern in den Euro, Regierung wurde gewählt.
Wussten die Wähler das denn vor der Wahl?

Zitat:
Zitat von Bball Beitrag anzeigen
Korruption und Vetternwirtschaft ist dort noch stärker vertreten als bei uns.
Daran geht aber kein Staat zu Grunde. Dafür, dass in Deutschland die Finanzämter ihren Job machen haben wir beide nichts dazu beigetragen, genau so wenig, wie die Griechen, was dafür können, dass deren Finanzämter offenbar nicht ihren Job machen.Und daran krankt es in Griechenland, die Bürokratie hat auf ganzer Linie versagt.


Zitat:
Zitat von Bball Beitrag anzeigen
Deutschland hat mit der Agenda 2010 einen schmerzhaften Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit gemacht und vor 8 Jahren bereits die Zeche gezahlt, während andere noch fleißig weiter gefeiert haben. Diese 8 Jahre sind es jetzt, die die Krisenländer spüren.
Nimm`s mir nicht übel, aber das hört sich für mich an wie "FDP-Sprech"

Zumindest dann, wenn die FDP den Mindestlohn mit Blick auf die "Wettbewerbsfähigkeit" ablehnt. Altenpfelgerinnen, Friseure oder Hotelangestellte stehen ja auch international total im Wettbewerb. Ich weiß, dass du das nicht meinst, aber es musste trotzdem mal raus

Und ob die "Anderen" wirklich "gefeiert" haben möchte ich bezweifeln. Waren griechische Renten und Sozialleistungen (in Relation zur Wirtschaftskraft und zu den Lebenshaltungskosten) nach Hartz IV wirklich höher als bei uns? Konkrete Zahlen hab ich da noch nie gesehen.Vielleicht war Grichenland letzten Endes ja nur ein Spielball von Goldman und Co....

Nie wirklich verstanen hab ich übrigens die Krise in Spanien. Das war am Anfang eine reine Bankenkrise.Die Staatsfinanzen waren recht solide, die Verschuldung gemessen am BIP beispielsweise nicht höher als bei uns, sondern sogar niedriger.

Zitat:
Zitat von Bball Beitrag anzeigen
Ebenfalls wird "uns" kein Geld Geschenkt, sondern nur Zinsfrei verliehen. Jede Investition in die Krisenländer ist ein nicht unerhebliches Risiko, für das Geld, was wir weiter verleihen...
Das ist schon klar, dass das ein Risiko ist. Meiner Meinung nach wäre jetzt auf Grund der am Boden liegenden Zinsen der Zeitpunkt für riesige Konjunkturprogramme. "Aufbau West" würde mir da als Schlagwort einfallen...

Was ich sagen wollte, dass ich kaum glaube, dass Griechenland von der EU dieselben günstigen Zinskonditionen bekommt, wie Deutschland,Frankreich und Co sie bekommen, die dieses Geld in den Rettungsschirm pumpen. Letzten Endes wollen die "Geber" an der Krise verdienen.


Zitat:
Zitat von Bball Beitrag anzeigen
Don't hate the player, hate the game!
Darauf könnte man wirklich vieles verkürzen...

Vor knapp zwei Wochen kam im WD-Fernsehen eine Doku darüber, dass die Weltbank Entwicklungs bzw Schwellenländer wie Südafrika oder Brasilien zwingt die Wasserwirtschaft zu privatisieren.Tun sie das nicht, gibt es keine Kredite für Entwicklungsprojekte.
Anschließend kommen dann Multis wie Nestle ins Land und verkaufen das Wasser für Wucherpreise (gemessen an der Kaufkraft der Einwohnter). Waserknappheit in einem Land wie Brasilien? Das ist wirklich krank
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Geändert von TobiTorhagel (29.03.2013 um 09:35 Uhr).
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  #11  
Alt 29.03.2013, 09:44
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Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Nimm`s mir nicht übel, aber das hört sich für mich an wie "FDP-Sprech"

Zumindest dann, wenn die FDP den Mindestlohn mit Blick auf die "Wettbewerbsfähigkeit" ablehnt. Altenpfelgerinnen, Friseure oder Hotelangestellte stehen ja auch international total im Wettbewerb. Ich weiß, dass du das nicht meinst, aber es musste trotzdem mal raus

Nie wirklich verstanen hab ich übrigens die Krise in Spanien. Das war am Anfang eine reine Bankenkrise.Die Staatsfinanzen waren recht solide, die Verschuldung gemessen am BIP beispielsweise nicht höher als bei uns, sondern sogar niedriger.

Vor knapp zwei Wochen kam im WD-Fernsehen eine Doku darüber, dass die Weltbank Entwicklungs bzw Schwellenländer wie Südafrika oder Brasilien zwingt die Wasserwirtschaft zu privatisieren.Tun sie das nicht, gibt es keine Kredite für Entwicklungsprojekte.
Anschließend kommen dann Multis wie Nestle ins Land und verkaufen das Wasser für Wucherpreise (gemessen an der Kaufkraft der Einwohner). Waserknappheit in einem Land wie Brasilien? Das ist wirklich krank
Also FDP ist eine wirkliche Beleidigung, ich bin tiefrot. Nur halt hab ich nicht, wie viele Genossen, Schröder verteufelt, weil er uns eine Wahl gekostet hat Und die Agenda 2010 musste sein. Ob in dieser Form... darüber lässt sich streiten. Aber nach dem Muff und totalem Stillstand, den 19 Jahre Kohl hinterlassen haben. Ein gesetzlicher Mindestlohn und eine gesallschaftliche Würdigung der von dir genannten Berufe ist allerdings zu wünschen. Wir als Gesellschaft sind für diese Schieflage verantwortlich. Wir zahlen dem Handwerker mehr, als dem Krankenpfleger. Und der Physiotherapeut nagt am Hungertuch ( http://www.zeit.de/karriere/beruf/20...n-arbeitsmarkt hab mich gestern mit meinem Therapeuten drüber unterhalten, es sei noch schlimmer, als im Artikel steht). Wir fordern Rückzahlungen aus der Krankenkasse, anstatt dass ordentliche Gehälter bezahlt werden.

Und Tobi, die Mär das ein Volk nicht wusste, was seine Regierung verbrochen hat, glaube ich nicht wirklich. Wir bräuchten nur mal ne ordentliche Entkapitalismusisierung in Europa...

Und die komplette Krise war anfangs eine Bankenkrise und wurde zur Staatsschuldenkrise gemacht. Wenn es jemals einen Nobelpreis für Lobbyarbeit geben sollte, Sieger gefunden
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  #12  
Alt 14.07.2013, 15:21
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Den Euro zu retten, wäre etwa so, wie an einem Auto das auf den Abgrund zufährt die Reifen zu wechseln, weil es einen Platten hat.

Das kapitalistische Wirtschaftssystem gibt selbst zu, das es nur funktioniert, wenn es ständiges Wachstum gibt.
Was heißt denn ständiges Wachstum?
Bei 2% Wachstum pro Jahr bedeutet das, dass nach 35 Jahren von allem doppelt so viel
produziert, verkauft, konsumiert, verbraucht wird.

Heißt,
keiner hat ein Interesse daran weniger Energie zu verbrauchen.
keiner hat Interesse daran weniger Resourcen abzubauen oder zu verbrauchen
heißt zB auch wenn heute täglich 1 mio Pille verkauft werden, müssen es in 35 Jahren 2mio sein. Verdoppelt sich also die Weltbevölkerung nicht, müssen die Menschen kränker werden, damit sie genug kaufen. Wieviel Krankheiten haben wir heute, die vor 35 Jahren keiner kannte. Wie viele davon zB AIDS sind künstlich hergestellt? An denen sich die Pharmaunternehmen eine goldene Nase verdienen.
Heißt zB auch, das man weiter im überschalltempo Produkte erfindet, die keine Sau braucht, um anschließend eine PR Kampanie zu starten die jedem klar macht, dass dieses ein Produkt ist, was man schon immer wollte.

Aber, die Größe unseres Planeten verdoppelt sich nicht alle 35 Jahre.
Die Ressourcen verdoppeln sich nicht alle 35 Jahre.

Heißt irgendwann ist das Konto leer und alle Ressourcen verbraucht.
Gold, Eisen, Öl, Kohle, Trinkwasser und Luft die man ungefiltert atmen kann.

Am Ende steht also die Ausbeutung von allem was wir zum Leben brauchen.

Trotzdem sollen alle brav ein Rad im Getriebe auf dem Weg in den Abgrund spielen
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Zitat:
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Es gibt aber Mannschaften, die es schaffen, sich jede Saison international zu qualifizieren.
Und das nicht nur in Österreich.
Natürlich spreche ich mit mir selbst.
Manchmal brauche ich eben kompetente Beratung
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  #13  
Alt 19.07.2013, 10:08
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"Mit der Entwicklung und Akkumulation des bürgerlichen Eigentums, d. h. mit der Entwicklung des Handels und der Industrie wurden die Individuen immer reicher, während der Staat immer verschuldeter wurde. Dies Faktum trat schon hervor in den ersten italienischen Handelsrepubliken, zeigte sich später in seiner Spitze in Holland seit dem 18. Jahrhundert ... und findet jetzt wieder statt in England. Es zeigt sich daher auch, dass, sobald die Bourgeoisie Geld gesammelt hat, der Staat bei ihr betteln gehen muss und endlich von ihr geradezu an sich gekauft wird"

Karl Marx
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  #14  
Alt 09.09.2013, 18:06
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http://www.kritisches-netzwerk.de/fo...gs-system-euro

Hier wird toll der euro erklärt und was wirklich dahinter steckt
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