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  #31  
Alt 27.10.2009, 10:33
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John_Worsfold John_Worsfold ist offline
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Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Die Arbeitslosenquote ist in Deutschland nur deshalb so "niedrig, weil fast nirgendwo so viel herumgetrickst wird wie bei uns.In meinen Augen müsste man z.B. alle "Aufstocker", also die jenigen die neben ihrem Lohn noch Hartz IV-Leistungen erhalten mit zu den Arbeitslosen zählen, dann sähe es ganz, ganz übel aus.
Wer Lohn bezieht, ist nicht arbeitslos. Im übrigen würde ich dann Äpfel mit Birnen oder Audi mit Citroen vergleichen. Frankreich ist einfach nicht der Maßstab.


Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Gerade für klein- und mittelständische Unternehmen ist dass Kombi-Lohn-Modell ein krasser Wettbewerbsnachteil.In der Regel sind es nämlich die "Großen", wie z.B. Lidl,Schlecker oder Kik die es massiv ausnutzen, dass der Staat einen Teil des Lohns übernimmt wenn sie Dumpinglöhne zahlen.Ein kleines Unternehmen lebt sehr stark von der motivation der Mitarbeiter und wagt es daher seltener die Löhne ins Sittendwidrige zu drücken. Es ist absolut kontraproduktiv wenn der Staat Unternehmen die Hungerlöhne zahlen auch noch unterstützt und so Wettbewerber krass benachteiligt die orgendlich bezahlen.So argumentiert übrigens z.B. der Trigema-Chef Grupp und der ist bekanntlich Unternehmer. Ein Mindestlohn würde einen faireren Wettbewerb schaffen und nicht wie bisher die schwarzen schafe auch noch belohnen
Es gibt diese Beispiele und es gibt Gegenbeispiele. Wie die Post, die einen Mindestlohn politisch durchsetzt, der unter ihrem und über dem ihrer Mitbewerber liegt, um die aus dem Markt zu drängen. Und die nun selbst auf einmal seine Neueinstellungen nur noch mit Mindestlöhnen abspeist.


Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Naja, wer nichts verdient muss halt bei Kik einkaufen gehen
Und wer da einkauft, verantwortet daß die dort Arbeitenden auch zu Kik gehen müssen.
Wer war zuerst da? Huhn oder Ei?
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  #32  
Alt 27.10.2009, 11:04
TobiTorhagel TobiTorhagel ist offline
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Grundproblem in Deutschland...

Das Grundproblem in Deutschland ist, dass man in vielen Bereichen einen "Sonderweg" geht, den sonst kein Land der Welt geht.Die überwiegende Mehrheit der Industrieländer hat z.B. Mindestlöhne, warum ihre Einführung in Deutschland Arbeitsplätze vernichten soll ist mir genau so schleierhaft wie vermutlich 99,9% aller Ökonomen dieser Welt...

@John: Völlig absurd finde ich dein Argument ein Mindestlohn würde höhere Löhne verhindern.Momentan steht es den Arbeitgebern mehr oder weniger frei die Löhne ins bodenslose zu drücken.Sie haben also in puncto Niedriglöhne einen giangatischen Spielraum.Warum also sollten die Löhne sinken wenn man einen Mindestlohn einführt
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  #33  
Alt 27.10.2009, 11:20
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John_Worsfold John_Worsfold ist offline
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Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Das Grundproblem in Deutschland ist, dass man in vielen Bereichen einen "Sonderweg" geht, den sonst kein Land der Welt geht.Die überwiegende Mehrheit der Industrieländer hat z.B. Mindestlöhne, warum ihre Einführung in Deutschland Arbeitsplätze vernichten soll ist mir genau so schleierhaft wie vermutlich 99,9% aller Ökonomen dieser Welt...
"vermutlich". Welche Industrieländer sind denn die "Mehrheit"?
Mit solch unbestimmten Begriffen kommen wir hier nicht weiter.

Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
@John: Völlig absurd finde ich dein Argument ein Mindestlohn würde höhere Löhne verhindern.Momentan steht es den Arbeitgebern mehr oder weniger frei die Löhne ins bodenslose zu drücken.Sie haben also in puncto Niedriglöhne einen giangatischen Spielraum.Warum also sollten die Löhne sinken wenn man einen Mindestlohn einführt
Das habe ich Dir doch am Beispiel der Post erklärt. Was ist daran unklar?

Es steht den Arbeitgebern auch nicht frei, Löhne "ins Bodenlose" zu drücken.
Noch so eine unbestimmte Mutmaßung.
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  #34  
Alt 27.10.2009, 11:29
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Theo02 Theo02 ist offline
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Hallo,
wirklich interessant was hier so abgeht. Ein Mindestlohn für alle ist m.E. nicht umzusetzen. Man kann Länder wie Bayern, BaWü oder auch Sachsen nicht in einen Topf mit Brandenburg oder MeckPom werfen. Führt man aber einen länderspezifischen Mindestlohn ein, hat man eine noch schlimmere Völkerwanderung als jetzt schon. Dies hätte ja auch Auswirkungen auf den ALG2- Satz in den jeweiligen Ländern.
Zum Abschluß ein Zitat meiner Frau. Sie sagte sinngemäß: "Es ist völlig egal welche Partei man wählt, die Bedingungen in unserem Land geben die notwendige Politik vor."
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Es gibt Dinge, die kann man auch alleine machen.
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  #35  
Alt 27.10.2009, 11:33
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Zitat von Laixotic Beitrag anzeigen
Nun ja, der Populismus ist m.E. die einzige Gemeinsamkeit. Die Ziele und die Mittel zur Zielerreichung sind nicht vergleichbar.
Nichts anderes habe ich gesagt!
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  #36  
Alt 27.10.2009, 11:36
TobiTorhagel TobiTorhagel ist offline
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Zitat von John_Worsfold Beitrag anzeigen
"vermutlich". Welche Industrieländer sind denn die "Mehrheit"?
Mit solch unbestimmten Begriffen kommen wir hier nicht weiter.
In 20 Staaten der 27 Staaten der EU gibt es Mindestlöhne, dachte eigentlich dass wäre allgemein bekannt.Darunter sind u.a. Frankreich, Großbritannien, die BeNeLux-Länder und Spanien.



Zitat:
Zitat von John_Worsfold Beitrag anzeigen
Das habe ich Dir doch am Beispiel der Post erklärt. Was ist daran unklar?
Es steht den Arbeitgebern auch nicht frei, Löhne "ins Bodenlose" zu drücken.
Noch so eine unbestimmte Mutmaßung.
Dein Tonfall gefällt mir nicht wirklich.

Momentan können Arbeitgeber bis zu 30% unter Tarif bezahlen.Ab dann gilt ein Lohn als sittenwidrig.Sittendwidrige Löhne stellen aber keinerlei Straftat dar, sie sind, wie der Name schon sagt lediglich ein verstoß gegen die "guten Sitten".
Wenn sie noch weniger zahlen droht ihnen maximal Rückzahlung des zu wenig gezahlten Lohns.Das ist dann aber auch alles.Es gibt in Deutschland keinerlei gesetzliche Untergrenze für Löhne, das ist Fakt.Scharz-Gelb will dies allerdings ändern und sittenwidrige Löhne künftig verbieten. Ich bin schon sehr gespannt was für Sanktionen das Gesetz vorsehen wird.

Dein Beispiel der Post "zieht" nicht mal ansatzweise.Ein normales Unternehmen hat nicht so viel Einfluss um einen Lohn durchzuetzen, der dem betreffenden Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil sichert.
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  #37  
Alt 27.10.2009, 11:53
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John_Worsfold John_Worsfold ist offline
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Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
In 20 Staaten der 27 Staaten der EU gibt es Mindestlöhne, dachte eigentlich dass wäre allgemein bekannt.Darunter sind u.a. Frankreich, Großbritannien, die BeNeLux-Länder und Spanien.
Richtig. Die Mindestlöhne sind teilweise so erschreckend niedrig, daß sie bei uns als sittenwidrig gelten würden.

Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Dein Tonfall gefällt mir nicht wirklich.
Was mir leid tut.

Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Momentan können Arbeitgeber bis zu 30% unter Tarif bezahlen.Ab dann gilt ein Lohn als sittenwidrig.Sittendwidrige Löhne stellen aber keinerlei Straftat dar, sie sind, wie der Name schon sagt lediglich ein verstoß gegen die "guten Sitten".
Wenn sie noch weniger zahlen droht ihnen maximal Rückzahlung des zu wenig gezahlten Lohns.Das ist dann aber auch alles.Es gibt in Deutschland keinerlei gesetzliche Untergrenze für Löhne, das ist Fakt.Scharz-Gelb will dies allerdings ändern und sittenwidrige Löhne künftig verbieten. Ich bin schon sehr gespannt was für Sanktionen das Gesetz vorsehen wird.
Natürlich gibt es jetzt schon Untergrenzen. Sei es durch für allgemein gültig erklärte Tarifverträge, sei es durch branchenbezogene Mindestlöhne. "Lohndumping" auf dem Bau ist doch ein sehr bekanntes Thema. Merkwürdigerweise passiert das sehr oft auf - öffentlichen - Baustellen.

Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Dein Beispiel der Post "zieht" nicht mal ansatzweise.Ein normales Unternehmen hat nicht so viel Einfluss um einen Lohn durchzuetzen, der dem betreffenden Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil sichert.
Ein "normales" Unternehmen nicht, ein halbstaatliches Unternehmen schon. Die Marktmacht kommt aber auch über die Unternehmensverbände, die tarifliche oder gesetzliche Mindestlöhne fordern, um sich selbst abzuschotten.

Welches ist denn für Dich der angemessene Mindestlohn? Willst Du ihn bundesweit oder regional beschränken? Willst Du ihn branchenspezifisch regeln?

Auch wenn es so aussieht - ich bin nicht strikt gegen Mindestlöhne. Aber nicht weil sie per se Arbeitsplätze vernichten, sondern weil es offenbar gegen die Gier der Unternehmen einerseits und die Geizmentalität der Kunden andererseits keinerlei andere Waffe zu geben scheint. Ich weigere mich, hier nur die Unternehmen als böse Buben zu brandmarken.
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  #38  
Alt 27.10.2009, 11:56
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Zitat von Ppkcp Beitrag anzeigen
Nichts anderes habe ich gesagt!
hatte ich auch so verstanden. Wollte das auch nochmals betonen... Das "nun ja"... stammt noch noch einem anderen Satz, den ich dann aber wieder gelöscht habe.

Mein Fehler, sorry
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THE OTHER FINAL

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  #39  
Alt 27.10.2009, 12:41
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Zitat von John_Worsfold Beitrag anzeigen
Richtig. Die Mindestlöhne sind teilweise so erschreckend niedrig, daß sie bei uns als sittenwidrig gelten würden.
Das gilt aber nur für sehr wenige Staaten.Alle unsere westeuopäischen nacbarn haben Mindestlöhne die deutlich über den von der Linken geforderten 7,50 Euro liegen


Zitat:
Zitat von John_Worsfold Beitrag anzeigen
Natürlich gibt es jetzt schon Untergrenzen. Sei es durch für allgemein gültig erklärte Tarifverträge, sei es durch branchenbezogene Mindestlöhne. "Lohndumping" auf dem Bau ist doch ein sehr bekanntes Thema. Merkwürdigerweise passiert das sehr oft auf - öffentlichen - Baustellen.
Klar gibt es die aber wenn jemand dagegen verstößt gibt es keine Sanktionen die abschrecken.Ich weiß nicht einmal ob in Deutschland schon mal ein Unternehmen wegen zu geringer Löhne zu einem Bußgeld verurteilt worden ist.Kennst du einen Fall in dem das passiert ist?



Zitat:
Zitat von John_Worsfold Beitrag anzeigen
Welches ist denn für Dich der angemessene Mindestlohn? Willst Du ihn bundesweit oder regional beschränken? Willst Du ihn branchenspezifisch regeln?
Das ist das Kernproblem.Wenn man einen gesetzlichen Mindestlohn einführt wäre für einen Mindestlohn der sich an unseren westeuropäischen Nachbarn orientiert, das wären dann so um die 8 Euro.Und zwar bundesweit in allen Branchen.Was in Grobßritannien so hervorragend funktioniert sollte doch eigentlich auch bei uns funktionieren:

Der Artikel ist zwar schon etwas älter aber trotzdem sehr interessant:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/351/349186/text/
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  #40  
Alt 27.10.2009, 17:16
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Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Das gilt aber nur für sehr wenige Staaten.Alle unsere westeuopäischen nacbarn haben Mindestlöhne die deutlich über den von der Linken geforderten 7,50 Euro liegen
Die Linken hatten 7,50 € gefordert. Nachdem sie gemerkt haben, daß die SPD den gleichen Betrag forderte, ist die Forderung schnell auf 10 € gestiegen. Ein weiterer Grund, wieso man die Ernsthaftigkeit dieser Gruppierung grundsätzlich in Frage stellen darf, schließlich liegt die zweite Forderung 33,333% über der ersten, was ja keine Kleinigkeit ist.


Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Klar gibt es die aber wenn jemand dagegen verstößt gibt es keine Sanktionen die abschrecken.Ich weiß nicht einmal ob in Deutschland schon mal ein Unternehmen wegen zu geringer Löhne zu einem Bußgeld verurteilt worden ist.Kennst du einen Fall in dem das passiert ist?
Persönlich nicht, nein. Aber gerade am Bau gibt es seit Jahren das bekannte Hase-und-Igel-Spiel. Es gibt einen Mindestlohn und gleichzeitig 700.000 arbeitslose Bauarbeiter (nagel mich bitte nicht auf die genaue Zahl fest). Gleichzeitig arbeiten Kamelhorden von Importarbeitern auf bundesdeutschen Baustellen für Hungerlöhne und irgendein Subunternehmer von Hochtief, Wayss & Fraytag und Konsorten zahlt dafür noch nicht einmal Sozialabgaben, worüber sich Hochtief und Konsorten aber auch so was von drüber wundern, aber auch gar nichts für können. Das wiederum versuchen wir mit dem Zoll, Sanktionen, Strafen etc. in den Griff zu bekommen, was aber irgendwie auch nicht so recht funktioniert.

Der größte Arbeitgeber am Bau ist übrigens nicht Wayss und Fraytag, sondern schwarz und Samstag.


Zitat:
Zitat von TobiTorhagel Beitrag anzeigen
Das ist das Kernproblem.Wenn man einen gesetzlichen Mindestlohn einführt wäre für einen Mindestlohn der sich an unseren westeuropäischen Nachbarn orientiert, das wären dann so um die 8 Euro.Und zwar bundesweit in allen Branchen.Was in Grobßritannien so hervorragend funktioniert sollte doch eigentlich auch bei uns funktionieren:

Der Artikel ist zwar schon etwas älter aber trotzdem sehr interessant:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/351/349186/text/
Nun, England hatte andere Einflußfaktoren und vor allem deutlich höhere Lebenshaltungskosten als Deutschland. Zu dem Zeitpunkt, als der von Dir zitierte Artikel geschrieben wurde, war der Umrechnungskurs des Pfundes noch so hoch, daß es umgerechnet 7,90 € waren, heute wären es umgerechnet 5,80 GBP = 6,39 €. Aber wie gesagt, wenn man die niedrigere Kaufkraft noch dazu nimmt, sieht das noch ein wenig trauriger aus - vergleichbar wären 5,50 €.

England hatte sehr früh einen relativen Beschäftigungsboom, was aber auch auf deutlich höhere "unskilled jobs" zurück ging und Leistungen im niedrig bezahlten Dienstleistungssektor. So wie die bei uns beklagten 3 € irgendwas für eine Friseurin (aber auch da muß ich mich doch fragen, ob an dem Haarschnitt, den ich für 5 angeboten bekomme noch 10 € Stundengehalt für die nette Dame erwirtschaftet werden können).

Wenn man Mindestlöhne einführt, dreht man an einer Preisschraube. Die wirtschaftliche Realität ist aber sehr komplex, so daß es Wirkungen und Nebenwirkungen gibt, die man vorher noch nicht kennt, oder nicht als so negativ erwartet, wie sie sich später herausstellen. Wenn es so kommt, wie im zitierten Artikel:

"Erstens hätten Unternehmen die höheren Kosten über höhere Preise weitergeben können. Das funktioniere am besten in Bereichen, in denen die Konkurrenz aus dem Ausland begrenzt sei und die Arbeit vor Ort getan werden müsse, beispielsweise im Gastronomiebereich, so Metcalf."

dann wäre es ja gut und nicht negativ. Ob der deutsche Verbraucher die steigenden Preise aber a.) nachvollziehen und b.) zahlen kann und will, wird der Casus Knaktus sein.


Man hat mir auch schon gesagt, daß man Buchhaltungskräfte für 1.000 € auf Vollzeitbasis bekommen kann. Ich lehne dankend ab, denn wer gut und qualifiziert ist, arbeitet dafür nicht. Aber der Fachkräftemangel ist bei 4 oder 6 Mio (je nach Zählart) Arbeitslosen ein anderes Thema...
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  #41  
Alt 29.01.2010, 11:06
chefscout
 
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Petition gegen "Nacktscanner".

Die Privatsphäre zählt ja anscheinend nichts mehr...!
Tragt euch ein: Petition: Datenschutz - Keine Zulassung von Ganzkörper-Scannern vom 03.01.2010

Zitat:
Begründung:
Der Einsatz von Nacktscanner ist ein tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Flugreisenden und ein Angriff auf die Menschenwürde die durch Artikel 1 des Grundgesetzes besonders geschützt ist.
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  #42  
Alt 29.01.2010, 14:20
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spursijajeah spursijajeah ist offline
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Mich spricht die Forderung unserer Satire-Partei FDP nach einem "Aussteigerprogramm" für Talibankämpfer mehr an.
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  #43  
Alt 29.01.2010, 14:23
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Schems Schems ist offline
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Was sagt ihr eigentlich zu Oettingers Auftritt??
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  #44  
Alt 29.01.2010, 14:37
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Sehr sehr peinlich!
Das klingt ja indisches Englisch dagegen wie Camebrigde-English
Na ja, aber was willst verlangen, er kann ja nicht mal richtig Deutsch, bzw. ihn verstehen 90% der Bundesbürger kaum
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UNGARNS OBSIEGT /UNGARN die neue Macht an der Donau
2x Manager of the Year Ungarn // 2x Silber-Manager of the Year
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  #45  
Alt 29.01.2010, 14:40
chefscout
 
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Zitat von spursijajeah Beitrag anzeigen
Mich spricht die Forderung unserer Satire-Partei FDP nach einem "Aussteigerprogramm" für Talibankämpfer mehr an.
Oah Spurs, war das jetzt ein Outing?^^

Aber das mit dem Oettinger muss ich mir dann auch mal angucken!
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