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Umfrageergebnis anzeigen: StGB verhältnismäßig?
Vollkommen in Ordnung! 0 0%
Eine (in Maßen umzusetzende) Überarbeitung ist dringend nötig! 4 100,00%
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  #1  
Alt 08.11.2012, 16:27
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Ferinho Ferinho ist offline
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Deutsches Strafrecht unverhältnismäßig?

Aus gegebenem Anlass mehrerer Fälle in meiner Umgebung, wollte ich diese Thematik mal ansprechen und einige Schlagwörter in den Raum werfen:


Dazu ein Vergleich von möglichen Strafen:

Misshandlung von Schutzbefohlenen
Zitat:
Zitat von §225 StGB
1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlose Person, die

1. seiner Fürsorge oder Obhut untersteht,
2. seinem Hausstand angehört,
3. von dem Fürsorgepflichtigen seiner Gewalt überlassen worden oder
4. ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet ist,
quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr
  • 1. des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder
  • 2. einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.

Diebstahl
Zitat:
Zitat von §242 StGB
(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

Wo ist hier die Verhältnismäßigkeit, die zwischen der Würde und Unantastbarkeit eines Menschen (Vgl.: GG Art. 1,1) und dem Wert eines (marktwirtschaftlichen) Gutes o.ä. unterscheidet?
Ich beobachte so etwas schon lange und bin entsetzt darüber, mit was für milden (!) Strafen die (oftmals vorbestraften) Täter sanktioniert werden!


Wie steht ihr dem Ganzen gegenüber?
Sollte das StGB etc. überarbeitet werden?
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Geändert von Ferinho (08.11.2012 um 16:29 Uhr).
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  #2  
Alt 08.11.2012, 19:32
songokuxl songokuxl ist offline
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Das Strafgesetz muss ständig bearbeitet werden, schon aufgrund neuartiger Gefahren, die die Gesellschaft mit sich bringt (Facebook als aktuelles Beispiel). Da also ein klares Ja.

Wie du von der Menschenwürde auf das Stgb schließt, verstehe ich nicht. Grundrechte sind Schutzrechte gg Aktionen des Staates und nicht im Verhältnis mit dem Strafmaß eines Mörders mit dem eines Diebes zu setzen.

Ob die Fälle im einzelnen verhältnismäßig zu anderen, vergleichbaren Fällen sind, kann man als Laie nicht wirklich seriös beurteilen, glaube ich.

Missbrauch hört sich natürlich erstmal übel an, aber 3 Jahre Haft für Sex mit einer Minderjährigen z. B. halte ich jetzt für weder unter-, noch übertrieben, ohne die genaue Faktenlage zu kennen.
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Bball (09.11.2012)
  #3  
Alt 08.11.2012, 20:14
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Prof.Dr.Sieg Prof.Dr.Sieg ist offline
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Hin und wieder komme ich auch ins grübeln wenn ich von Urteilen höre. Man darf dabei aber nicht vergessen das die Richter den Täter, Opfer und den Tathergang besser kennen lernen durften, und vor allem auch bewerten können, als wir die Laihen/Öffentlichkeit. Und die Qualität der Berichterstattung ist zur Zeit sowieso nur "mittlere Reife".
An größere Veränderung glaube ich weniger, eher an eine stetige Erweiterungen des StGB, die aus den von kuxl erwähnten Gründen erforderlich sind.
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  #4  
Alt 08.11.2012, 20:56
OkyDoky OkyDoky ist offline
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Ich hoffe wir sind uns einig, Missbrauch eines Schutzbefohlenen muss härter bestraft werden. Ohne Wenn und Aber!

Wer zum Beispiel ein Kind sexuell missbraucht muss die höchstmögliche Strafe bekommen. Wenn unmissverständlich erwiesen ist, dass jemand das gemacht hat, dann bin ich für die Todesstrafe oder zumindest lebenslänglich. Wobei lebenslänglich bei mir auch lebenslänglich ist!!!

Zum Teil fehlt mir in Deutschland ebenfalls die Verhältnissmässisgkeit. Gerade im Unterschied zwischen Personen- und Sachschäden. Muss aber ehrlicherweise zugeben, dass mir die juristische Kompetenz fehlt. Das ist halt mein Gefühl.
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  #5  
Alt 08.11.2012, 21:08
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Zitat:
Zitat von songokuxl Beitrag anzeigen
Wie du von der Menschenwürde auf das Stgb schließt, verstehe ich nicht. Grundrechte sind Schutzrechte gg Aktionen des Staates und nicht im Verhältnis mit dem Strafmaß eines Mörders mit dem eines Diebes zu setzen.
Wie Oky fehlt mir die fachliche Kompetenz, um mir wirklich über die Zusammenhänge im Klaren zu sein.
Aber muss das StGB nicht das GG als Grundlage nehmen, um überhaupt "menschenwürdig" sanktionieren zu können?

Oftmals sind Täter auch psychisch gestört - wie mein erstes Beispiel zeigt - so dass juristische Milde aufgrund von "Unzurechnungsfähigkeit" die Folge ist. Ob eine psychatrische Behandlung demjenigen aber hilft, ist stark anzuzweifeln.


Zudem pushen die Medien mit ihren massenhaften Meldungen über solche Taten m.M.n. die Anzahl der Taten, da sie bzw. die Gerichtsurteile potenziellen Tätern suggerieren: "Die Strafe fällt niedrig aus."

Ferner sollte man die psychischen Schäden der z.B. sexuell missbrauchten Opfer - Beispiel zwei - im Vergleich zur Strafe des Täters sehen, der mit Knast (eventuell TV etc. inklusive) ein 'gutes Umfeld' gestellt bekommt. Mal abgesehen von seiner Freiheits'beraubung'.
Da von Täter-Opfer-Ausgleich und entsprechender Schadensregulierung reden zu können ... *hm*
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  #6  
Alt 08.11.2012, 21:45
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aTz3_ScarY aTz3_ScarY ist offline
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Es kann einfach nicht sein, wie manche Täter behandelt und bestraft werden.
Es ist um es mal auf den Punkt zu bringen lachhaft!

Wenn man es mal wirklich mitverfolgt was in den einzelnden Bundesländern passiert, dann ist es wirklich erschreckend wie kriminell und wie brutal diese Gesellschafft geworden ist.

Ein Vater bringt seine 4 Kinder um und löscht somit seine Familie aus.
Wenn ich sowas höre läuft es mir kalt den Rücken runter.
Oder der Säure Angriff auf Katie wo der Ex-Freund dem Täter 100€ gab um diese Tat zu begehen. Es ist einfach nur erschreckend.

Das Deutsche Strafrecht ist um es einmal milde auszudrücken ein Witz!
Vor nicht langer Zeit wurde ein Jugendlicher am Kaiserdamm in Berlin in den Tod "gejagt" wegen 2 Zigaretten.
Die Strafen die für solche Taten in der Vergangenheit vergeben wurden sprechen wirklich für sich...

Auch wenn angeblich unzurechnungsfähige Menschen oder Jugendliche Morde begehen sollten sie gleich bestraft werden denn die Tat bleibt in jedem Fall gleich schlimm.
Einem Menschen das Leben zu nehmen ist das größte Verbrechen das Mann begehen und sollte auch so geahndet werden, ganz egal wie alt diese Person ist und egal wie unzurechnungsfähig!

Wenn ich mir dann vor Augen halte was für Strafen es bei Diebstählen, Urkundenfälschungen, Besitz von Drogen und anderen Straften es gibt dann muss man doch merken das unser Rechtssystem überarbeitet werden MUSS.

Wenn man in einigen Fällen für solche Straftaten auch einige Jahre bekommt und dann für Mord nur 2 oder 3 Jahre mehr.

Es muss einfach eine Überarbeitung geben besonders für Vergehen wie Mord und Missbrauch (insbesondere Kindes Missbrauch).
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  #7  
Alt 09.11.2012, 11:28
TobiTorhagel TobiTorhagel ist offline
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Zitat:
Zitat von aTz3_ScarY Beitrag anzeigen
Es kann einfach nicht sein, wie manche Täter behandelt und bestraft werden.
Es ist um es mal auf den Punkt zu bringen lachhaft!
Das sehe ich nicht so. Mir geht es bei Berichten über Gewalt- oder Sexualverbrechen genauso wie fast allen, die bisher hier geschieben haben, ich wünsche mir schärfere Strafen.

Aber insgesamt finde ich, dass unser Strafrecht z.B. dem der Amis um Längen überlegen ist. Deutschland ist sicherer als die USA.Die Kriminalitätsrate ist dort um Längen höher und das, obwohl die USA (die sich als Rechtsstaat bezeichnen) über 1% ihrer Bevölkerung in (zum Teil privatisierte) Knäste sperren. An diese Quote kommen andere westliche Demokratien nicht mal annähernd ran.

Das US-Justizsystem befriedigt das Bedürfnis nach Gerechtigkeit oder gar Rache nach verabscheunungswürdigen Gewaltverbrechen sicher mehr als unseres, aber es ist z.B. Fakt, dass schärfere Strafen nicht abschrecken, wie die Kriminalitätsrate in den USA zeigt.

Allerdings erreicht man mit schärferen Strafen, dass derselbe Täter im Haftzeitraum nicht nochmal eine Tat begeht. Das ist für mich das entscheidende Argument für schärfere Straftaten bei Gewalttaten und ich bin auch dafür. Wäre interessant, was ein Jurist dazu sagt, also ob es so einfach geht die Strafen für bestimmte Taten zu erhöhen, oder ob man dann im Verhältnis alle Strafen verschärfen müsste.


Zitat:
Zitat von aTz3_ScarY Beitrag anzeigen
Wenn man es mal wirklich mitverfolgt was in den einzelnden Bundesländern passiert, dann ist es wirklich erschreckend wie kriminell und wie brutal diese Gesellschafft geworden ist.
Die Frage ist, ob das wirklich so ist, oder ob die Gesellschaft nur sensibler geworden ist.
Gewalt im Fußball ist hier ein gutes Beispiel.Als ich neulich eine Doku über den einzigen Toten, den es bei Fußball-Gewalt bisher in Deutschland bisher gab gesehen habe wurde der Eindruck erweckt als wären die Zustände in den 70ern und 8oern rund um die Stadien viel schlimmer gewesen als sie es heute sind. Die Polizei hat sich da damals nur kaum für interessiert.Schlägereinen gab es ständig, über Bengalos hat sich Niemand aufgeregt und "Platzstürme" nach wichtigen Siegen oder Titeln, die heute auch zu Gewalttaten erklärt werden waren an der Tagsordnung und waren auch für die Öffentlichkeit nichts anderes als der Ausdruck purer Freude.

Wie das mit der vermeintlich "brutalen und kriminellen Gesellschaft" bei Kapitalverbrechen aussieht weiß ich nicht, aber ich hab`mal gelesen, das es heute auch nicht mehr Morde gibt als vor 40 Jahren.
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Geändert von TobiTorhagel (09.11.2012 um 11:31 Uhr).
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  #8  
Alt 11.11.2012, 10:03
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Zitat von Ferinho Beitrag anzeigen
Wie Oky fehlt mir die fachliche Kompetenz, um mir wirklich über die Zusammenhänge im Klaren zu sein.
Aber muss das StGB nicht das GG als Grundlage nehmen, um überhaupt "menschenwürdig" sanktionieren zu können?
Jein.

Zum einen natürlich, da jegliche Gewalt vom Staate ausgehen muss (u.a. die Schutzpflicht aus Artikel 2.2) und natürlich sowieso jedes Recht auf Artikel 1 zurück zu führen ist.

Zum anderen ein ganz klares Nein, da hier auch letzten Endes die Menschenwürde des Täters berücksichtigt werden muss (u. a. das Recht auf Resozialisierung). So absurd es sich anhört. Auch ich habe mich sehr lange schwer damit getan, aber wenn man sich dem Thema mal intensiv widmet, scheint das, grade im Hinblick auf Deutschlands dunkle Zeiten, absolut angemessen zu sein.

Und in Einzelfällen ist ein pauschales Urteil, wie die obigen, ohne die Faktenlage zu kennen, sowieso unangebracht. Weder in die eine, noch in die andere Richtung!
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  #9  
Alt 05.01.2013, 11:47
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Was spricht eigentlich gegen Kastration von mehrfachen sexualstraftaetern? Bei Hunden hilft es ja Aug, diese zu Resozialisieren
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  #10  
Alt 10.04.2013, 10:32
songokuxl songokuxl ist offline
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  #11  
Alt 23.08.2013, 09:36
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Die Öffentlichkeit erfährt bei Urteilen in der Regel immer nur das Strafmaß, die Entscheidungsgründe sind dagegen meist nicht bekannt. Aber nur, wenn man sich mit dem Prozessverlauf und auch den Urteilsgründen auseinandersetzt, lässt sich beurteilen, ob ein Urteil zu milde, angemessen oder gar drastisch ist.

Insofern halte ich nichts von Vergleichen zwischen verschiedenen Urteilen. Es sind Einzelfallentscheidungen, deren Details wir nicht kennen. Und da ist es zu einfach, sich über ein vermeintlich zu mildes Urteil aufzuregen.

Außerdem muss man Bedenken, dass gerade Sexualstraftäter auch nach einer Freiheitsstrafe meist nicht gleich wieder auf freien Fuß kommen. So kann, wenn vom Gericht angordnet, der Täter anschließend in der Sicherungsverwahrung bleiben. Nicht selten findet auch eine Weiterbehandlung in der geschlossenen Psychiatrie statt.

Und bezogen auf das Straßmaß ist es ja so, dass Diebstahl mit bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe sanktioniert ist. Und in der Regel bleibt es bei kleineren Delikten eben bei der Geldstrafe (und die auch unter 90 Tagessätzen, wodurch man nicht als vorbestraft gilt). Die Misshandlung von Schutzbefohlenen führt dagegen zu einer Freiheitstrafe von mindestens 6 Monaten. Was nicht heißt, dass die Strafmaße im StGB sowie die Straftatbestände nicht immer wieder überprüft werden müssen und auch werden.

Die Todesstrafe kann aber unabhängig davon nie eine Option sein - und zwar nicht einmal nur deshalb, weil sie unser Grundgesetz verbietet. Sondern vielmehr, weil Justizirrtümer nie ausgeschlossen werden können. Es gibt genügend nachweislich Unschuldige, die in den USA hingerichtet werden sollten oder wurden. Bereits deshalb kommt eine derart endgültige Strafe nicht in Betracht.
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